Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Versteigerung von Rindern und Embryonen im unternehmerischen Verkehr

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Versteigerungen von Rindern die durch die Masterrind GmbH (nachfolgend auch als „MR“ oder „Veranstalter“ bezeichnet) durchgeführt werden. MR tritt hierbei als Auktionator der zu versteigernden Rinder auf. Die vom Eigentümer der zu versteigernden Tiere zur Verfügung gestellten Informationen, die MR nicht zu prüfen hat, gibt MR, ohne eine Garantie für Vollständig- und Richtigkeit lediglich weiter. Für alle von MR durchgeführten Auktionen gelten diese Bestimmungen und zwar unabhängig von der Eigentümerschaft des jeweiligen Tieres zu Auktionsbeginn, die Allgemeinen Verkaufsbedingungen für Rinder der MASTERRIND für den Kaufvertrag zwischen Verkäufer und Bietenden gemäß Anlage 1 . Diesen Bestimmungen entgegenstehenden AGB wird ausdrücklich widersprochen, sofern wir ihnen nicht ausdrücklich schriftlich zugestimmt haben oder sie Anlage dieses Vertrages sind. 

Alle Vereinbarungen, die zwischen uns und den Bietern oder dem Erwerber zwecks Ausführung eines abgeschlossenen Vertrages getroffen werden, sind in diesen AGB und ihren Anlagen niedergelegt. Die Auktionen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher sind von der Teilnahme an Auktionen ausgeschlossen. 

1) Allgemeines – Geltungsbereich

Wir, die MASTERRIND GmbH, eingetragen im Registergericht Walsrode HRB 121917, Osterkrug 20, 27283 Verden/Aller (nachstehend auch nur der „Veranstalter“ genannt), betreiben die Versteigerung von Rindern und Embryonen als Auktionator für die Anbieter (Verkäufer) sowohl im Internet und/oder in Anwesenheit der Bietenden (nachfolgend als „Auktion“ bezeichnet) im eigenen Namen und auf fremde Rechnung. Wir legen als Veranstalter den Kaufvertrag mit dem Erwerber sowie für das Rechtsverhältnis zu dem Bieter (auch nur „Nutzer“ oder „Kunde“ genannt) und dem Verkäufer diese Auktionsbedingungen (nachstehend auch nur AGB genannt) zugrunde. Verkäufer in diesem Sinne ist nicht MASTERRIND, sondern der im Liefer-/Übergabeschein genannte. 

An Abbildungen, Videos, Zeichnungen, Beschreibungen und sonstigen Unterlagen, die von uns für die Auktion verwendet werden, behalten wir uns Eigentums- und Urheberrechte vor. Vor ihrer Weitergabe an Dritte bedürfen der Erwerber, der Bieter und jeder Dritte unserer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung. 
Unsere AGB gelten grundsätzlich in gleicher Weise gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) und gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB), wenn nicht deren Geltung ausdrücklich im Hinblick auf einzelne Klauseln in ihrem Anwendungsbereich eingeschränkt ist. 

2) Gestaltung und Abwicklung der Auktion

a)    Anmeldung (Registrierung) und Nutzerkonto sowie Löschung des Nutzerkontos für Onlinebieter

Die Teilnahme an allen Auktionen ist nur denjenigen natürlichen oder juristischen Personen oder Personenhandelsgesellschaften gestattet, die sich bei dem Veranstalter registriert haben. Bei der Eröffnung der Registrierung sind alle von dem Veranstalter in dem Anmeldeformular gestellten Fragen ordnungsgemäß und richtig zu beantworten und eventuell geforderte Kopien beizufügen. Bei der Anmeldung hat der Kunde zwingend anzuzeigen, ob er Verbraucher oder Unternehmer ist. Bei der Eröffnung der Registrierung sind alle von dem Veranstalter in dem Anmeldeformular gestellten Fragen und Angaben ordnungsgemäß und richtig zu beantworten; evtl. geforderte Kopien sind beizufügen. Ist der Kunde ein Verbraucher, wird er vom Veranstalter von der Teilnahme an der Auktion ausgeschlossen, da diese sich nach den nachfolgenden Bedingungen nur an Unternehmer richtet.

b)    Die Anmeldung steht unter den folgenden Bedingungen: 

i)    Natürliche Personen können sich zur Nutzung nur anmelden, wenn sie volljährig und unbeschränkt geschäftsfähig sind und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind.

ii)    Vertretungsberechtigte natürliche Personen einer juristischen Person oder Personenhandelsgesellschaft müssen namentlich genannt und durch eine Kopie eines Handelsregisterauszuges nachgewiesen werden.

iii)    Bestätigung der Anwendbarkeit der Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Versteigerung und dem Verkauf von MR.

c)    Eine Registrierung kann jederzeit ohne Angaben von Gründen in der auf unserer Internetplattform vorgesehenen Rubrik „Löschung meiner Registrierung“ gelöscht werden; in diesem Falle werden alle registrierten Daten endgültig gelöscht, soweit diese nicht für ein laufendes Bietungsverfahren oder die Abwicklung eines bereits erfolgten Erwerbs erforderlich sind. Die Löschung erfolgt in diesem Falle erst, wenn es endgültig ausgeschlossen ist, dass die Daten noch benötigt werden. Im Übrigen wird auf Ziff. 9 dieser AGB verwiesen.

d)    Registrierte Nutzer erhalten ein Passwort. Jeder Nutzer ist verpflichtet, das Passwort geheim zu halten und den Zugriff Dritter oder Unberechtigter auszuschließen.

e)    Präsenzbieter unterliegen einer Registrierungspflicht und müssen sich mit Zuschlag identifizieren. 

f)    Ablauf der (Internet-) Versteigerung

i)    Beginn der Versteigerung
Die jeweilige Internetversteigerung beginnt mit einer von dem Veranstalter auf der Plattform in das Internet gestellten Angebots; dieses Angebot ist bei gleichzeitiger Präsenzauktion ebenfalls hinter dem Auktionator sichtbar. Das Angebot ist eine auf den Abschluss eines Kaufvertrages gerichtete Willenserklärung des Veranstalters. In dem Angebot wird zugleich die Bietungszeit durch die Angabe „Auktionsende“ festgelegt. Das Angebot kann nicht durch einfaches „ja“ angenommen werden, sondern es handelt sich um eine vorweg erklärte Annahme durch Abgabe des Höchstgebotes. Angenommen wird vom Veranstalter nur dasjenige Höchstgebot, das innerhalb der genannten Bietungszeit von einem Bieter wirksam nach den Bedingungen dieser AGB abgegeben wird. 

ii)    Gebote können für Online-Bieter nur über die auf der Plattform installierte Maske für registrierte Bieter abgegeben werden. Findet die Auktion gleichzeitig in persönlicher Gegenwart des Auktionators statt, nimmt dieser die jeweiligen in Präsenz abgegebenen Gebote durch Handzeichen entgegen. Präsente Gebote sind Online-Geboten gleichgestellt. Gebote, die auf andere Weise abgegeben werden, werden nicht berücksichtigt, auch wenn sie dem Veranstalter während der Bietzeit zugehen. Gebote, bei denen der Bieter nicht erklärt hat, dass er mit der Geltung dieser AGB für sein konkretes Gebot einverstanden ist, werden ebenfalls nicht akzeptiert. Bis zum Ende der Versteigerung abgegebene Gebote, die für den registrierten Nutzer unter „Gebot“ nach Maßgabe dieser AGB abgegeben werden, nehmen an der Versteigerung nur teil, wenn sie bis zum Ende der Versteigerung dem Veranstalter zugegangen sind. Die Übermittlung erfolgt auf Risiko des Bieters. 

iii)    Vor Abgabe eines Online - Gebotes wird der Inhalt des Gebotes einschließlich der Kundendaten auf einer Übersichtsseite zusammengefasst. Der Bieter kann dort sein Gebot über die vorgesehenen Änderungsfelder korrigieren. Mit dem Anklicken des Buttons „Gebot abgeben“ gibt der Bieter ein verbindliches Gebot an den Veranstalter zum Abschluss eines Kaufvertrages ab. Nach der Abgabe des Gebotes erhält der Bieter vom Veranstalter eine automatisch generierte E-Mail oder eine Push Notifikation, die den Eingang des Gebotes bei uns bestätigt und dessen Einzelheiten wiedergibt (Zugangsbestätigung). Diese Zugangsbestätigung stellt keine Vertragsannahme, sondern nur die Bestätigung der Teilnahme an der Versteigerung mit dem abgegebenen Gebot dar. Jedes Gebot eines jeden Bieters wird auflösend bedingt durch die Abgabe eines höheren Gebotes abgegeben. Der jeweilige Bieter ist bis zum Ende der Bietzeit an das abgegebene Gebot gebunden. Gebote, die unter dem Mindestgebot liegen, nehmen an der Versteigerung nicht teil, auch wenn dem Veranstalter kein höheres Gebot bis zum Ende der Versteigerung zugeht. Der Kaufvertrag über das versteigerte Rind kommt ohne gesonderten Zuschlag durch das wirksam abgegebene Höchstgebot des registrierten Bieters (Nutzers oder Kunden) am Ende der Bietzeit zustande. 

iv)    Gebote in Gegenwart des Auktionators werden durch Handzeichen abgegeben. Die Gebote werden in Echtzeit in die Onlineauktion eingestellt. 

v)    Ein wirksames Gebot muss dem Mindestgebot entsprechen und im Übrigen mindestens einen Bietungsschritt über dem Gebot des Vorbieters liegen. Der Veranstalter legt bei jeder Auktion die jeweiligen Bieterschritte fest. Die Bieter, seien sie Onlinebieter oder anwesend, sind an diese Schritte gebunden. Hiervon abweichende Gebote werden nicht berücksichtigt. Der Bieter wird über E-Mail oder auf andere geeignete Weise auf der Internetplattform darüber unterrichtet, dass sein Gebot akzeptiert wurde und ebenso, wenn er überboten worden ist. 
Alle angegebenen Gebote verstehen sich zzgl. der jeweils geltenden Umsatzsteuer.

vi)    Unterrichtung vom Vertragsschluss
Derjenige Bieter, der am Ende der Versteigerung das höchste wirksame Gebot abgegeben hat, wird hierüber per E-Mail oder durch Handzeichen (bei Anwesenheit) oder auf andere Weise auf einem dauerhaften Datenträger in Textform benachrichtigt. Der Zugang der Benachrichtigung ist die Bestätigung des bereits abgeschlossenen Kaufvertrages und nicht zusätzliche Voraussetzung für dessen Zustandekommen. Bieter, die nicht das Höchstgebot abgegeben haben, erhalten keine Benachrichtigung. Das Höchstgebot wird lediglich anonym auf der Plattform unverzüglich nach Bietende genannt. 

vii)    Wir sind nach unserem Ermessen berechtigt, registrierte Bieter für einzelne Auktionen einzelner Objekte oder für eine bestimmte Zeit oder generell zu sperren und damit beschränkt oder unbeschränkt aus der Berechtigung an der Teilnahme von Auktionen auszuschließen. Dies ist nur zulässig, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, aus dem sich ergibt, dass für uns das Fortbestehen eines Rechtsverhältnisses zu der gesperrten Person nicht mehr zumutbar ist. Gründe hierfür können die widerrechtliche Nutzung, z.B. durch wiederholtes künstliches „hochbieten“ sein, um die Einzelne Auktion künstlich im Wert zu steigern oder die Angabe falscher Daten etc. sein.

viii)    Der Veranstalter kann eine Auktion jederzeit vor Ende der Bietzeit bei Vorliegen eines berechtigten Grundes abbrechen oder wenn er hierzu gesetzlich berechtigt war. Der Veranstalter ist zum Abbruch der Auktion insbesondere dann berechtigt, wenn das Angebot anfechtbar ist, das zu versteigernde Tier abhandengekommen, erkrankt oder verstorben ist. Bei Systemausfällen auf Grund technischer Gegebenheiten ist der Veranstalter ebenfalls berechtigt, die Auktion für Onlinebieter abzubrechen. Findet die Auktion sowohl in Präsenz als auch Online statt, werden die Gebote, die in Gegenwart des Auktionators abgegeben werden, weiter entgegengenommen, ohne das sich hieraus ein Schadensersatzanspruch der Onlinebieter ergäbe. Insoweit behalten wir uns ausdrücklich den Widerruf unserer jeweiligen in das Internet gestellten Angebote gemäß lit. e i), vor. Die Entscheidung über den Abbruch wird auf der Internet-Plattform unter schlagwortartiger Angabe des Grundes mitgeteilt. Die bereits abgegebenen Gebote erlöschen mit der Mitteilung ersatzlos. Dieser Vorbehalt zum Widerruf unseres Angebotes auf Verkauf an den Höchstbietenden erlischt bei einer entsprechend der Ankündigung durchgeführten und mit Ablauf der Bietzeit beendeten Auktion mit Ende der Auktion, ohne dass es einer gesonderten Erklärung von uns bedarf. Schadensersatzansprüche von Bietern bei technischen Problemen der Abwicklung der Internet-Auktion, insbesondere bei Systemausfällen, Nichtzugang von Geboten oder deren Zurückweisung aus technischen Gründen sind ausgeschlossen.

3)    Angaben zum Versteigerungsobjekt

Die zur Versteigerung stehenden Tiere werden mit folgenden Angaben angeboten:

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Alter

Diese Angaben stellen lediglich eine Beschreibung des Tieres dar. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Beschaffenheit oder Gesundheitszustand des jeweiligen Tieres. Eine vorherige Besichtigung des angebotenen Tieres ist nur nach Absprache mit dem Veranstalter möglich. 

Stehen Embryonen zur Versteigerung, so sind lediglich Angaben zur Kuh zu tätigen. Es wird ausdrücklich keine Haftung für eine erfolgreiche Einpflanzung oder die Gesundheit und Beschaffenheit des zu gebärenden Tieres übernommen.  

4)    Preise und Zahlungsbedingungen

Alle angegebenen Preise und Gebote verstehen sich zzgl. der jeweils geltenden Umsatzsteuer sowie einer Kommissions- und Abtriebsgebühr gemäß Anlage 2. Diese wird auf den Rechnungen gesondert ausgewiesen. Mit der Bestätigung des Kaufvertragsabschlusses erhält der Bieter die Rechnung mit Angabe des Preises und der Umsatzsteuer.
Der Abzug von Skonto ist unzulässig. 
Der Kaufpreis ist sofort und ohne Abzug bei Bestätigung des Kaufvertragsabschlusses fällig. Es gelten die gesetzlichen Regelungen zu den Folgen des Zahlungsverzugs. 

5)    Übergabe

Die Übergabe des ersteigerten Rindes oder Embryonen an den Erwerber oder an den von dem Erwerber zu benennenden Beförderer erfolgt erst nach vollständiger und unwiderruflicher Zahlung des Kaufpreises. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch bei fristgerechter Zahlung zusätzliche Standkosten anfallen können, wenn der Beförderer die ersteigerten Tiere nicht unverzüglich, spätestens aber drei Tage nach Vorliegen sämtlicher Transportdokumente und veterinär amtlicher Genehmigung, abholt.
Aufrechnungsrechte stehen dem Erwerber nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder von uns anerkannt sind. Zur Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts ist der Kunde nur insoweit befugt, als sein Gegenanspruch auf dem gleichen Vertragsverhältnis beruht.

a)    Abholung des Rindes / Erfüllungsort / Gefahrübergang
    
Die Bietpreise gelten ab Standort des Rindes bei Selbstabholung durch den Erwerber. Der angegebene Standort ist der nach dem abgeschlossenen Vertrag vereinbarte Erfüllungsort.
Der Versand des ersteigerten Rindes erfolgt auch auf Wunsch des Erwerbers nicht. Wir sind aber bereit, auf Anfrage unverbindlich mehrere Spediteure mit Kontaktdaten zur Auswahl zu benennen, die den Transport im Auftrag und auf Risiko und Rechnung des Erwerbers gegen Vergütung als günstige Standardlieferung übernehmen.
Mit Zuschlag geht die Gefahr i.S.d. § 446 BGB auf den Käufer über, auch wenn das Rind zunächst noch im Gewahrsam des Veranstalters oder Anbieters verbleibt.

b)    Embryonen werden an den Erwerber oder an den von ihm beauftragten Transportunternehmer in einem handelsüblichen Transportbehälter gemäß den bundesdeutschen Transportbestimmungen übergeben.

6)    Haftung

Wenn und soweit ein Schadensereignis nicht dem Grunde oder der Höhe nach durch eine von MR eingedeckte Versicherung gedeckt ist, gelten die nachstehenden Haftungsbeschränkungen:

a)    Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben während der Auktion oder deren Vollständigkeit. Ferner ist der Veranstalter nicht haftbar für den Gesundheitszustand der Tiere. Diese werden in dem Zustand verkauft, indem sie sich zum Zeitpunkt der Auktion befanden. Weitergehende Ansprüche sind gegenüber dem Eigentümer geltend zu machen. 

b)    Der Verkäufer haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Kunde Schadensersatzansprüche geltend macht, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sind, einschließlich dem Verhalten von Erfüllungsgehilfen, das auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht. In allen anderen Fällen haftet der Verkäufer begrenzt für vorhersehbare, typischerweise eintretende Schäden.

c)    Der Verkäufer haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, wenn er eine wesentliche Vertragspflicht schuldhaft verletzt, begrenzt auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden. Eine wesentliche Vertragspflicht ist diejenige, auf deren Erfüllung der Kunde vertrauen darf. Jede weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. 

d)    Die Haftung wegen schuldhafter Verletzung des Lebens, Körper oder Gesundheit oder eine Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt hiervon unberührt. 

e)    Tritt Masterrind selbst als Verkäufer auf, gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der MASTERRIND GmbH für den Verkauf von Rindern (einzusehen auf www.masterrind.com).

f)    Der Veranstalter haftet nicht für Transportschäden der Embryonenbeförderung, sofern nicht grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz nachgewiesen werden kann. 

7)    Rügeobliegenheit und Verjährung

a)    Der Kunde hat das gekaufte Rind unverzüglich zu untersuchen und erkannte Mängel gegenüber dem Verkäufer zu rügen; spätestens jedoch 10 Tage nach Zuschlag. MR ist von dem Verkäufer zum Empfang von Rügen nicht bevollmächtigt. Mängelgewährleistungsansprüche gegenüber dem Veranstalter sind ausgeschlossen; sie bestehen ausschließlich gegenüber dem Verkäufer gemäß §§ 434 ff. BGB.

b)    Alle Ansprüche aus diesen Bedingungen verjähren nach einem Jahr nach dem Gefahrübergang. 

8)    Versicherung

Sämtliche versteigerten Tiere sind nur gemäß den als Anlage 3 beigefügten Bedingungen versichert. Weitergehender Versicherungsschutz besteht nicht.

9)    Aufrechnungsverbot und Zurückbehaltungsrecht

Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte stehen dem Erwerber nur für den Fall zu, dass seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder von uns anerkannt sind. 

Zur Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts ist der Erwerber zudem nur insoweit befugt, als sein Gegenanspruch auf dem gleichen Vertragsverhältnis beruht.

10)    Datenschutz

Wir erheben und speichern die für die Geschäftsabwicklung notwendigen Daten des Kunden. Bei der Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kunden beachten wir die gesetzlichen Bestimmungen. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der in unserem Online-Angebot abrufbaren Datenschutzerklärung. Der Kunde erhält auf Anforderung jederzeit Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten.

11)     Schlussbestimmungen 

a)    Diese allgemeinen Geschäftsbedingungen sind in deutscher und in englischer Sprache verfasst. Maßgeblich ist die deutsche Fassung.

b)    Der Veranstalter behält sich das Recht vor, diese Versteigerungsbedingungen für die Zukunft zu ändern oder zu ergänzen; es gilt die jeweils aktuelle Fassung. Auf etwaige Änderungen oder Ergänzungen dieser Bedingungen während laufender Auktionen werden die zugelassenen Bieter per E-Mail gesondert hingewiesen. Die geänderten bzw. ergänzten Bedingungen finden erst Anwendung, wenn der Bieter nach Erhalt des Hinweises erneut ein Gebot abgibt.

c)    Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung treten die gesetzlichen Bestimmungen. Gleiches gilt entsprechend für den Fall, dass sich der Vertrag als lückenhaft erweist.

12)    Rechtswahl und Gerichtsstand

a)    Die EU-Kommission hat eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (sogen. „OS-Plattform“) bereitgestellt. Die OS-Plattform soll der außergerichtlichen Streitbeilegung im Rahmen von Streitigkeiten aus Online-Verträgen dienen. Die OS-Plattform ist unter folgendem Link erreichbar: http://ec.europa.eu/consumers/odr.
Gemäß § 36 VSBG informieren wir darüber, dass wir zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder bereit noch verpflichtet sind.

b)    Anwendbares Recht ist das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts oder verweisender Rechtsvorschriften des Kollisionsrechts.

c)    Ausschließlicher Gerichtsstand für alle sich aus diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ergebende Streitigkeiten ist Verden, Deutschland.

 

Anlagensammlung:

Anlage 1 - Allgemeine Geschäftsbedingungen der MASTERRIND GmbH für den Verkauf von Rindern

Anlage 2 - Kommissionsgebühr

Anlage 3 - Versicherungsbestimmungen

 

Stand: Februar 2021