Auszug aus den Auktionsbestimmungen der MASTERRIND GmbH


1. Allgemeines

Die nachfolgenden Bestimmungen gelten über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Verkauf von Zucht- und Nutztieren
hinaus.

2. Rechtsverhältnis

Mit der Abgabe eines Gebotes und der Anmeldung eines Tieres zum Verkauf werden diese Bestimmungen vom Käufer und Verkäufer anerkannt.

3. Ablauf der Auktionen

3.1.

Über die Zulassung von Tieren zu Auktionen und Verkauf entscheidet abschließend die Auktionsleitung bzw. Geschäftsleitung der
MASTERRIND GmbH ggf. nach Beratung mit einem Tierarzt.

3.2.

Die Reihenfolge des Verkaufes wird von der Auktionsleitung festgelegt. Die MASTERRIND GmbH ist berechtigt, Nummern des Kataloges
zu vereinen, zu trennen und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge auszubieten oder zurückzuziehen. Die
MASTERRIND GmbH gibt evtl. festgestellte Mängel an den Tieren und Änderungen im Auktionskatalog vor dem Ausbieten bekannt.

3.3.

Der Kommittent darf weder selbst noch durch einen Beauftragten auf seine Tiere bieten oder bieten lassen. Verkauft der Kommittent
zur Auktion gemeldete Tiere ohne Genehmigung der MASTERRIND GmbH, sind die lt. Gebührenordnung fälligen Käufer- und Verkäufergebühren
vom Verkaufspreis an die MASTERRIND GmbH abzuführen.

3.4.

Vor dem Ausbieten der Tiere werden festgestellte Mängel, die nicht zum Ausschluss von der Auktion geführ t haben sowie Katalogänderungen bzw. Katalogergänzungen bekanntgegeben.

3.5.

Abgekalbte Tiere sind vom Kommittenten sofor t nach dem Verkauf auszumelken.

3.6.

Der Bieter, der das letzte gültige Gebot abgibt, erhält den Zuschlag, es sei denn, dass der Mindestpreis nicht erreicht ist. Der Käufer hat dem Beauftragten der MASTERRIND sofor t nach dem Zuschlag den Kaufschein zu unterzeichnen und dabei Namen und zustellfähige Anschrift anzugeben. Jeder Bieter ist an sein Gebot gebunden bis zum rechtsgültigen Zuschlag an den nächsten Bieter. Falls Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlagspreises entstehen, die sofort geltend zu machen sind, kann das Ausbieten wieder aufgenommen und for tgesetzt werden. Die Anmeldung von Zweifeln über die Gültigkeit des Zuschlages ist auch dann zulässig, wenn der Kaufzettel bereits unterzeichnet ist, muss jedoch spätestens bis zum endgültigen Zuschlag des letzten Tieres der Auktion er folgen. Die Entscheidung über einen etwaigen Widerspruch wegen Zweifels an der Gültigkeit des Zuschlagspreises trifft die Auktionsleitung oder deren Beauftragter.

3.7.

Abnahmetermin ist der Veranstaltungstag, der Käufer ist zur Abnahme verpflichtet. Der Abtranspor t der gekauften Tiere hat unmittelbar nach Versteigerungsabschluss zu er folgen. Bei späterem Abtransport stehen die Tiere auf Kosten und Gefahr des Käufers in der Versteigerungshalle. Zum Abtransport ist nur berechtigt, wer einen gültigen Abtriebsschein besitzt.

4. Kommissionsgebühr

Zuschlagspreis für + Kommissiongebühr + Abtriebsgebühr
Kuh 9,50 % (inkl. anteiliger Versicherungsprämie) 6,- €
Rind 9,50 % (inkl. anteiliger Versicherungsprämie) 6,- €
Jungrind 9,50 % (inkl. anteiliger Versicherungsprämie) 6,- €
Kalb 9,50 % (inkl. anteiliger Versicherungsprämie) 6,- €
Embryonen 9,50 % (inkl. anteiliger Versicherungsprämie) 6,- €

 

Versicherungs­ Bestimmungen (nicht Bestandteil der AGB)

Unabhängig von der Beschaffenheitsvereinbarung (siehe Ziffer 3 Allgemeine AGB der MASTERRIND GmbH) gelten die folgenden Versicherungsbestimmungen. Unabhängig von den unter Ziffer 5 AGB genannten Fristen, gelten hier speziell die Fristen der Versicherung. Sämtliche Auktionstiere bei Inlandsverkäufen sind obligatorisch gegen folgende Schäden mit der nachstehend aufgeführten Entschädigung versichert:

  Entschädigung
Transport 90% des Zuschlagpreises
Abkalben 90% des Zuschlagpreises
Eutermängel 15% des Zuschlagpreises bei Dreistrichigkeit
20% des Zuschlagpreises bei Zweistrichigkeit

Besonders zu beachtende Meldedaten und Fristen:

1. Transportversicherung

Die Haftung für Transpor tschäden bei verkauften Tieren erlischt mit dem Eintreffen im Käuferstall. Für nicht verkaufte Tiere endet der Versicherungsschutz mit der direkten Rückkehr in den Heimatstall und bei Verkäufen ins Ausland mit der Verladung auf dem Auktionsplatz bzw. der Sammelstelle.

2. Abkalbeversicherung

Alle tragenden Tiere sind gegen Verluste durch Tod oder Nottötung infolge der Trächtigkeit und Geburt versichert. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Verlassen des Heimatstalles. Der Versicherungsschutz endet

  • für verkaufte Tiere am 10. Tage nach dem Abkalben bzw. bei abgekalbten Tieren am 10. Tage nach der Auktion - mittags 12.00 Uhr. Die Abkalbung muss innerhalb von 12 Wochen nach dem Auktionstage er folgt sein. Abkalbungen oder Schäden infolge Trächtigkeit nach dieser Frist sind nicht versichert. 
  • für nichtverkaufte Tiere mit dem Verlassen des Ringes.

3. Euterschadenversicherung

Die Haftung beginnt nach er folgter Euteruntersuchung auf dem Auktionsplatz und endet am 10. Tage nach dem Abkalben bzw. bei abgekalbten Tieren 10 Tage nach der Auktion - mittags 12.00 Uhr. Die Abkalbung muss innerhalb von 12 Wochen nach dem Auktionstag erfolgt sein.

Im Übrigen er folgt der Verkauf wie besehen, so dass für äußerlich sichtbare Mängel grundsätzlich keine Haftung übernommen wird.

Für Tiere, die mit einer tierärztlichen Ansage verkauft werden, werden für die angesagten Mängel und daraus entstehende Folgeschäden keine Haftung seitens der Versicherung und des Verkäufers übernommen.